24.000km Inspektion Kosten

Gespräche rund um allgemeine Motorrad-Themen
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RP_73 Germany
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24.000km Inspektion Kosten

Beitrag von RP_73 » Montag 21. Oktober 2019, 21:21

Hallo
ich habe heute meine Scrambler Classic Bj. 2015 von der Inspektion abgeholt. 21.10.2019

Gemacht wurde folgendes:

1 24000km Inspektion
2 TÜV
3 Neue Reifen Roadattack 3 vorne und hinten

Kosten 1207,96€


Arbeitseinheiten M6 51,6 * 7,66 € 395,26 €
MWST 75,10 €
Gesamt 470,35 €


An Teilen 2 Zahnriemen a 42,48€ + MWST = 101,10€
3,2L Öl 15W/50 a 18,91 + MWST = 72,01€
Zündkerzen, Luftfilter, usw

Reifen Vorne Conti Roadattack 3 110/80 ZR 18 (58 W) 98,66 €
Reifen hinten Conti Roadattack 3 180/55 ZR 17 (73W) 138,15 €
Schlauch 2 x 15,80 31,60 €
Montage 2 x 12,61 25,21 €
293,62 €
MWST 55,79 €
Gesamt 349,41 €


Ich habe (erfolglos) versucht, einen Rabat auszuhandeln da ich
1. Keine Leihmaschine genutzt habe.
2. Jedesmal ne Std. Anfahrt habe zum Bringen / Abholen + 40km
3. Ich dieses Jahr schon 300+€ für die Garantie-Verlängerung bezahlt habe.
4. Ducati mir immer noch nicht sinnvoll mit den brechenden Schutzblech-Haltern helfen kann.
5. Kein Autobesitzer für eine Inspektion, Reifen und TÜV 15% des Neuwagenpreises bezahlen würde.
6. Keine Rennmaschine mit TOP-Speed 250+ habe, sondern einen gemütlichen Scrambler.

Mich würden eure Erfahrungen interessieren.

Gruß Roland



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Re: 24.000km Inspektion Kosten

Beitrag von Sturmvogel » Dienstag 22. Oktober 2019, 18:43

Danke für die Vorwarnung.

Ich werde jetzt anfangen zu sparen oder vorher das Moped verkaufen und das eingesparte Geld in die Anzahlung für ein neues Moped stecken.
Aber dann bestimmt in keine Ducati mehr!

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Re: 24.000km Inspektion Kosten

Beitrag von Uncle Pauly » Dienstag 22. Oktober 2019, 18:50

Was ist das? Grob 750€ für die Inspektion (mit Riemen, Kerzen... ohne Reifen und TÜV) beim Ducatihändler?
Würde sagen das ist im "normalen" Bereich (±100€ je nach Region schätze ich mal). Meine 796er Monster lag immer ähnlich. Nicht zu vergleichen mit PKW, stimmt... :shock: :cry:

Reifen kaufe ich auch nicht beim Freunlichen... Die sind immer teurer als ein reiner Reifenfritze. Und wenn man einen guten Reifenhändler hat, der auch Ahnung von Motorrädern hat macht man da auch keinen großen Fehler (IMHO)

Rabat bei einer Inspektion konnte ich auch nur beim Autofritzen bekommen (nur auf Teile und nicht auf den Arbeitslohn). Beim Motorradhändler schaff ich das auch nicht.

Gruß
Jürgen

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Re: 24.000km Inspektion Kosten

Beitrag von mhs1985 » Dienstag 22. Oktober 2019, 18:55

Hallo Roland...
OHA, das ist natürlich ein Wort!!! TAUSEND-ZWEIHUNDERT-UND-SIEBEN!!!!

Meine 12.000er Inspektion hatte damals (wenn ich mich recht erinnere) 570€ gekostet. Als ich damals die Rechnung bekommen habe, kann ich mich erinnern, bin ich schon richtig erschrocken, da dies rund 200€ teurer war, wie bei meinem Auto einen Monat zuvor!

Anfang April hatte ich dann auch zwei neue Reifen und TÜV gebraucht und war beim freundlichen...
Der wollte mir dann wieder stolze 460€ dafür in Rechnung stellen :shock:

nach kurzer Recherche im Netz kam dann eine Rechnung von 250€ bei raus.
Zum TÜV selbst hingefahren und 30€ gespart,
Reifen im Netz bestellt und gesamt 110€ gespart,
Montage bei glaub Pneuhagen oder sowas für 30€ beide Reifen (70€ gespart)

Im Nachhinein bin ich mir eigentlich auch sicher, das mein freundlicher mich irgendwie über den Tisch ziehen wollte! Zumal ich den Reifen den ich drauf hab, erst beim dritten Mal nachfragen bei ihm bekommen hätte!

Seither gehe ich in eine Kawa-Werkstatt, die aber auch alle anderen Modelle nach Herstellervorgaben macht und bin sehr zufrieden dort! Und erheblich günstiger ist! Allerdings habe ich auch keine Garantie mehr!

Gruß Matze

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Re: 24.000km Inspektion Kosten

Beitrag von *Wolfgang* » Dienstag 22. Oktober 2019, 22:42

Sled hat geschrieben:
Dienstag 22. Oktober 2019, 06:50
Wurden dabei auch die Ventile eingestellt ? Dieses steht meiner Kiste jetzt bevor. Ich frag mich immer wieder wie man bei so einem Motor der mit Ach und Krach 8T U/min dreht eine Desmodromik braucht. Jeder japanische Zweitsemester Maschinenbaustudent würde da eine Kette mit hydr. Spanner und Kipphebel einsetzen.
Unabhängig davon, daß die Inspektion des TE sauteuer war: Du wusstest aber beim Kauf deiner Mopede aber schon, welche Technik hier verbaut ist? Ich frag mich nur gerade weshalb man sich eine Duc kauft, wenn man eigentlich der Ansicht ist daß das alles veralteter Kram ist. Ich meine das weiß man doch vorher, oder hab ich was überlesen?
MfG

Wolfgang

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Re: 24.000km Inspektion Kosten

Beitrag von Mike13 » Mittwoch 23. Oktober 2019, 17:35

Entschuldigung das ich diesen Thread entere, aber weiß jemand was die 1000er Erstinspektion so kostet? Die steht bei mir nämlich an.

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RP_73 Germany
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Re: 24.000km Inspektion Kosten

Beitrag von RP_73 » Mittwoch 23. Oktober 2019, 19:23

Hallo
Der Reihe nach
Im WARTUNGSPROGRAMM steht drin und ist angekreuzt:
Kontrolle und / oder Einstellung des Ventilspiels

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Re: 24.000km Inspektion Kosten

Beitrag von RP_73 » Mittwoch 23. Oktober 2019, 19:40

Hallo Freunde
Damit kein falscher Eindruck entsteht.
Die Scrambler ist und bleibt für mich weiterhin das geilste Mopped das ich je hatte.
Der Fahrspaß ist unbezahlbar.
Aber damit die Inspektionen das nicht auch sind (UNBEZAHLBAR),
werde ich "Back to the roots" wieder einiges selber machen müssen;
oder zu einer günstigeren freine Werkstatt wechseln.
Für meine 36 Jahre alte BMW ST habe ich eine Spezialisten / Freund der
sie für kleines Geld alle 2 Jahre TÜVt,bereift und inspiziert.
Und an die Ural lasse ich keinen anderen ran, da die Technik so simpel
und günstig (E-Teile) ist.
Für 1200€ bekomme ich dort einen NEUEN Motor......

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Re: 24.000km Inspektion Kosten

Beitrag von Aunde » Mittwoch 23. Oktober 2019, 20:50

Als langjähriger T-Treiber bin ich auf die Apothekerpreise eingestellt und weiß auch als (seit kurzem) D-Treiber damit umzugehen. Nämlich man meide FTH's und eben auch FDH's.

Das 1.000er "Service" war leider unvermeidbar, die Garantiefalle halt. 300 Euronen für praktisch nix, Ölwechsel und Kette spannen. Man sieht sich nie wieder, ganz einfach.
Desert Sled black

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Re: 24.000km Inspektion Kosten

Beitrag von Mike13 » Mittwoch 23. Oktober 2019, 21:26

Ich meinte tatsächlich die 1000 KM nicht 1000CCM.
Aber mit 300 Euro hab ich in etwa gerechnet.

Danke

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Re: 24.000km Inspektion Kosten

Beitrag von *Wolfgang* » Donnerstag 24. Oktober 2019, 21:51

Mänix hat geschrieben:
Mittwoch 23. Oktober 2019, 22:27
Sled hat geschrieben:
Dienstag 22. Oktober 2019, 06:50
Wurden dabei auch die Ventile eingestellt ? Dieses steht meiner Kiste jetzt bevor. Ich frag mich immer wieder wie man bei so einem Motor der mit Ach und Krach 8T U/min dreht eine Desmodromik braucht. Jeder japanische Zweitsemester Maschinenbaustudent würde da eine Kette mit hydr. Spanner und Kipphebel einsetzen.
Dann mußt Dir halt einen Japaner mit z. T. 48000er Ventilspiekontroll Intervall oder noch besser eine Harley kaufen. Dank Hydrostößel hast Du dann zumindest in Sachen Ventile einstellen Ruhe.
Genau so meinte ich das auch. Man weiß doch vorher was man sich da ans Bein bindet. Klar gibts vielleicht wartungsärmere Mopeds, aber warum kauft man die dann nicht wenn man der Meinung ist, daß "jeder japanische Zweitsemester Maschinenbaustudent" das anders konstruieren würde?
MfG

Wolfgang

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Re: 24.000km Inspektion Kosten

Beitrag von Sturmvogel » Freitag 25. Oktober 2019, 07:16

hat geschrieben: ...aber warum kauft man die dann nicht wenn man der Meinung ist, daß "jeder japanische Zweitsemester Maschinenbaustudent" das anders konstruieren würde?
Das nennt man Masochismus
Variante des sexuellen Erlebens, bei der die volle sexuelle Befriedigung mit dem Erleiden von Demütigung, Schmerz oder Qual einhergeht

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Re: 24.000km Inspektion Kosten

Beitrag von Aunde » Freitag 25. Oktober 2019, 10:31

Der Sled ist wohl von D ordentlich angepisst. ;)

Eh ok, kann passieren.

Die Frage ist dann aber eher warum er sie noch nicht wieder verkauft hat.... :)
Desert Sled black

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Re: 24.000km Inspektion Kosten

Beitrag von /5 Martin » Montag 28. Oktober 2019, 19:39

Also ich verstehe die Aufregung ob der Inspektionskosten überhaupt nicht.
Verglichen mit den Autopreisen finde ich die Stundensätze im Motorradbereich sogar noch günstig.

Wir erwarten alle eine qualifizierte Arbeit und verlassen uns darauf, dass das Motorrad immer und auch bei höheren Geschwindigkeiten tadellos und sicher fährt. Auf den Mechanikerschultern lastet da meiner Meinung nach schon eine gehörige Verantwortung. Und die Jungs und Mädels wollen auch ein vernünftiges Gehalt und, wie wir alle, auch mal eine Gehaltserhöhung, Urlaubs- und Weihnachtsgeld etc.
Dann darf man nicht vergessen, dass das ein reines Saisongeschäft ist. Im Sommer schuften sie von Montag bis Samstag und kommen wohl eher selten selbst zum Fahren und im Winter bauen sie dann Stunden ab. Dann kommen wir Verbraucher und regen uns über die hohen Inspektionskosten auf.

Die Ersatzteilpreise sind stark unterschiedlich und nicht vergleichbar, Japaner sind da auch nicht immer günstiger.
Bei Ducati kommt die etwas aufwendigere Desmodromik dazu, ist halt deren Alleinstellungsmerkmal. Dass Japaner mit einfachen Federmotoren standfeste Leistung erzeugen, steht außer Frage. Aber es gibt wohl nur wenige Motorräder, die emotional so begeistern wie z.B. die luftgekühlten 2-Ventiler.
Und es gibt nur wenig luftgekühlte aktuelle Motorräder (es gibt eigentlich gar keine Luftkühler mehr außer bei Guzzi, BMW 4-Ventiler R9T und Derivate oder so Exoten wie Royal Enfield), die ein ähnliches Leistungsniveau erreichen. Maximal noch die neue Guzzi V85TT, die aber rund 30-40kg mehr wiegt als eine 800er Scrambler. Hey, 73PS bei etwa 190kg ist doch ein Wort.

Übrigens: Ich habe 30 Jahre keine Ducati mehr angesehen, D war für mich nach meinem Debakel mit einer 600er Pantah komplett unten durch.

Ja, und dann hatten wir einen Sommer lang eine 600SS. Die war so lustig zu fahren, aber für mich viel zu niedrig.
Dann habe ich meine Tuono verkauft und mir ist eine Monster 1100S untergekommen. Einfach nur noch geil.
Bei einer Probefahrt mit einer Scrambler 1100 Sport war ich hellauf begeistert und ich habe meine Frau zu einer 800er Icon als Alternative zu ihrer Guzzi überredet. Meine Monster gebe ich momentan nicht her.
Die luftgekühlten 2-Ventiler sollen übrigens bei guter Pflege für 100.000km und mehr gut sein. Unter ordentlicher Pflege verstehe ich neben sorgfältigem Warmfahren und jährlichem Ölwechsel (kann man selber machen) die regelmäßigen Wartungsarbeiten und vor allem den Desmo-Service ausschließlich bei Fachleuten machen zu lassen. Nach schlechten Erfahrungen mit freien Werkstätten kommt für mich grundsätzlich nur noch die jeweilige Markenwerkstatt in Frage.
Ich stecke dafür kein Geld in Bling Bling und sonstigen unnötigen Kram. Für ein paar R..ma-Teile oder hippe Kleinstblinker ist schon mal eine Inspektion drin. Reifen brauchen wir halt auch mal und ja, auch die lasse ich in der Fachwerkstatt montieren: 1. weil der mir die Räder fachmännisch aus- und wieder einbaut und 2. vernünftig mit den Felgen umgeht. Auch hier habe ich schon einiges erlebt mit Reifenhändlern, freien Werkstätten etc.


Leute: Motorradfahren ist purer Luxus. Wenn ich ein preisgünstiges Pendlerfahrzeug brauche, kaufe ich mir eine Honda Innova o.ä.

Wenn ich eine Ducati will, habe ich keine andere Möglichkeit, als eine zu kaufen. Mit den etwas höheren Unterhaltskosten muss ich halt leben oder auf eine Duc verzichten. Man kann auch Japaner fahren und damit glücklich sein, keine Frage. Aber auch die kosten Unterhalt.

Und als Vergleich mal die Kosten für meine 1-Zylinder Aprilia: Kundendienst mit Ölwechsel, neue Reifen, neuer Kettensatz und HU zu € 980,--.
Das ist ein Einzylinder mit einfacher Ventilsteuerung und die mussten zu dieser Inspektion noch nicht mal kontrolliert werden. Sind beim nächsten KD wieder fällig, rechne also schon mal mit mind. € 100,-- mehr.

So, genug geschwafelt. Das hier ist übrigens meine eigene Meinung, jeder kann das natürlich für sich selbst entscheiden, wie er das handhaben will/kann.

In diesem Sinne wünsche ich allen einen schönen Abend.


Martin

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Re: 24.000km Inspektion Kosten

Beitrag von *Wolfgang* » Montag 28. Oktober 2019, 21:01

So shee ich das im Großen und Ganzen auch. Daß Mopedfahren nicht zum Nulltarif zu haben ist sollte klar sein. Und solange die Mopede einigremaßen neu ist bring ich die zwecks Garantieerhalt zum Vertragshändler. Danach werde ich meine Ölwechsel und sonstigen Dinge auch selbst machen. Bestimmte Dinge kann man ja dennoch vergeben, schließlich hab ich nicht jedes Spezialwerkzeug bzw. bräuchte das auch viel zu selten.

Muß aber jeder selbst entscheiden. Solange mir die Sled so einen Spaß bereitet wie ich ihn diese Saison hatte sehe ich ihr auch nach, wenn mal was nen extra Euro kostet. Man ist ja auch nicht nur um satt zu sein...
MfG

Wolfgang

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